Willkommen im Menschenzeitalter

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© Kevin Keiner

Ob Landwirtschaft, Handel, Verkehr oder Industrie: Egal, wohin der Mensch geht, hinterlässt er Spuren. Klimawandel, Umweltverschmutzung und Artensterben sind nur ein paar der Themen, die den menschlichen Einfluss beschreiben. Die Erde entwickelt sich nicht mehr natürlich, sondern wird von uns Menschen beeinflusst. Der Mensch hat die Natur verändert und geprägt und ist dadurch untrennbar mit ihr verbunden. Das Anthropozän, das Zeitalter der Menschen, hat begonnen. Forscher beschreiben damit eine von Menschen geformte geologische Epoche und sehen in diesem neuen Ansatz eine Chance, die Erde zu retten.

Es geht darum, anzuerkennen, dass die Erde und der Mensch sich gegenseitig beeinflussen und auch prägen und dadurch miteinander verbunden sind. Bislang unterschied man zwischen der guten Natur und dem schlechten Einfluss des Menschen mit seiner Technik. Der niederländische Chemie-Nobelpreisträger und Atmosphärenforscher Paul Crutzen hat vor 15 Jahren für diese neue Perspektive auf die Umweltdebatte das Wort Anthropozän eingeführt. Der Begriff stammt aus dem altgriechischen und bedeutet soviel wie „Das menschlich [gemachte] Neue“.

Laut Crutzen hat das Menschenzeitalter schon lange begonnen und löst damit die jüngste Epoche das Holozän ab. Wann genau das Anthropozän begann, ist unter Forschern allerdings strittig. Obwohl schon vor 10.000 Jahren lokale Landwirtschaft betrieben wurde, gehen Forscher davon aus, dass spätestens im 18. Jahrhundert durch die Industrialisierung, der globale Eingriff in die Natur begonnen hat.

„Die Idee vom Anthropozän fasst die vielen schnellen Veränderungen auf der Erde zusammen und ändert den Blick auf die Natur. In dieser neuen Welt ist der Mensch kein Einflussfaktor mehr, sondern Hauptakteur und Teil des Erdsystems“, erklärt Privatdozent Dr. Thomas Kluge. Er ist Sozialwissenschaftler und Umweltforscher am ISOE, dem Institut für sozial-ökologische in Frankfurt am Main. Seine Schwerpunkte sind Wasserressourcen und Landnutzung. Dort forscht er nach neuen Wegen gegen den Klimawandel. Für ihn beeinflusst der Mensch durch sein Handeln die Natur und verändert diese. Diese veränderten Prozesse der Natur, die sich zum Beispiel im Klimawandel oder Artensterben spiegeln, beeinflussen im Gegenzug den Menschen. Diese gegenseitige Beeinflussung werde durch das neue Zeitalter Anthropozän beschrieben.

Folgen des Anthropozän

Zahlreiche Einflussfaktoren wie die wachsende Erdbevölkerung beschleunigen das Anthropozän: „Die Erdbevölkerung wird weiter wachsen. Die großen Städte werden einen rasanten Zuwachs haben. Frankfurt hat jetzt schon ein Zuwachs von 9000 Zugezogene im Jahr und das stellt schon eine Herausforderung für die Stadt dar“, so Kluge. Für Kluge sind neben dem Klimawandel weitere Folgen des Anthropozäns auch die Wasserknappheit und der Verlust an biologischer Vielfalt.

Wege aus der Krise

Der Klimawandel hat dazu geführt, dass sich Menschen über ihr Handeln auf die Umwelt Gedanken machen. So haben Forscher beispielsweise durch neue Techniken die Kühlschränke umweltschonender gemacht. „Der  technische Fortschritt und dessen Auswirkungen auf die Umwelt haben dazu geführt, dass man angefangen hat, über klimafreundliche Lösungen nachzudenken“, führt Kluge fort. Dies hat der wissenschaftlichen Diskussion über Umwelt- und Klimaschutz einen neuen Impuls gegeben. Desweiteren empfiehlt Kluge, der Pflanzenproduktion größere Aufmerksamkeit zu schenken, um alternative Energieressourcen zu haben. Ebenso sollte die Wasserversorgung besser genutzt werden. „Wir verbrauchen mehr Ressourcen, daher benötigen wir eine ausgeklügelte Nutzung der Ressourcen“, rät Kluge. Ebenso müsste der Mensch sich an die Folgen des Klimawandels anpassen und versuchen, diesen zu verlangsamen.

Für Kluge ist es nun unsere Aufgabe, das Anthropozän in die richtige Richtung zu leiten und die Natur für die kommenden Generationen zu retten. „Falls der Mensch die Natur nicht bewahrt, wird sie den Menschen wahrscheinlich auch nicht mehr bewahren können“, warnt Kluge.

 Von Bilal Aslam

 

Bilal PortraitEin neues Zeitalter, das wollte sich Bilal nicht entgehen lassen und hat sich sofort auf die Recherche nach einem neuen unbekannten Thema gemacht. Es ist für ihn wichtig, sich über die Zukunft unseres Planeten Gedanken zu machen.
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Dumme Stadt? Klug gemacht!

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© Kevin Keiner

Unser Storch würde sich mit Sicherheit freuen, könnte er sich nach seinem anstrengenden Rückflug aus dem Winterquartier direkt in ein gemachtes Nest setzen. Leider zählen Schornsteine, die sich automatisch Storchennester aufsetzen, nicht zu den Innovationen, die eine „Smart-City“ ausmachen. Aber was macht bitte sonst die intelligent vernetzte Stadt von Morgen aus?

„Achtung, das Wetter spielt verrückt!“, rief der Frankfurter Volksmund erschrocken im Januar 2011. Denn in den Wochen zuvor fielen die Temperaturen ungewöhnlich weit ab, außerdem schneite es sehr stark. Doch plötzlich wurde es wärmer – die Schneemassen schmolzen, der Niederschlag aber blieb. Das Ergebnis: Der Main drang über seine Ufer, die Fluten reichten bis in die Innenstadt der Metropole. Straßen, Verkehrswege, Wohnungen, die Schäden machten in vielen Stadtgebieten einen normalen Alltag unmöglich.

Extreme Wetterereignisse dieser Art können Folgen des Klimawandels sein. Und dieser macht auch vor dem Rhein-Main-Gebiet nicht Halt. Aber wie bereiten sich ganze Städte am besten auf spontan auftretende Naturkatastrophen vor? Eine mögliche Antwort sollen zwei Worte im derzeit schicklichen Englisch geben: „Smart-City“.

Zunächst stellt man fest, der Zusatz „smart“ klingt arg abgegriffen. Inflationär werden Produkte als schlau, oder mitdenkend bezeichnet. Die Heizung, die sich 30 Minuten vor dem Eintreffen zu Hause selber einschaltet, oder eine Uhr, die permanent Vital-Zeichen und Mails checkt. Auf eine ganze Stadt bezogen, definiert es die Smart City Plattform der Technischen Universität Berlin aber folgendermaßen: Es geht darum, Informationen nicht mehr zentral zu verarbeiten, sondern geschlossenen Steuerungssystemen eine autonome Verantwortung zu übertragen.

„Somit laufen Prozesse also dezentral ab. Man versucht Daten über eigenständige Sensornetzwerke auszugliedern. Dadurch schafft man mehr Effektivität“, sagt Karsten Hunger. Er ist Leiter des Kompetenzzentrums für Smart Cities vom Elektrotechnik-Verband VDE in Frankfurt am Main. Mit dieser gewonnen Effektivität könnte eine Stadt wie Frankfurt in Zukunft effektiver auf Notfälle, wie das Hochwasser 2011, reagieren:

„Die Sensoren messen die Pegelstände und -änderungen. Im Katastrophenfall leiten sie dann in den gefährdeten Stadtteilen automatische Prozesse ein – ohne menschliche Entscheidung und damit sehr viel schneller“, sagt Hunger. Dazu zähle die Evakuierung der betroffenen Gebiete, oder eine automatische Umleitung des Verkehrs.

Das Potential solcher Anwendungen ist beinahe grenzenlos. In einer komplett vernetzten Stadt kennen und optimieren Ampeln den Verkehrsfluss, ganze Stromnetze messen selbstständig den Bedarf und regeln die Produktion. Studien belegen, dass eine solch visionäre Stadt ein immenses CO2-Einsparpotential hat und somit eine nachhaltige Taktik gegen den Klimawandel sein kann.

Aber so weit ist man in Mainhatten noch nicht. „Viele Konzepte sind auch nicht als ’smart‘ gelabelt, die Handlungen sind jedoch durchaus intelligent und nachhaltig. Für Frankfurt gibt es beispielsweise eine App vom Deutschen Wetterdienst, die über Wetterlagen informiert und somit auch vor Extremwetter-Ereignissen warnt“, sagt Hunger. Durch Kooperation mit einer anderen Anwendung überwacht dieses Notwarnsystem mittlerweile sogar das gesamte Bundesgebiet.

Aber nicht nur Katastrophen-Konzepte, auch Themen wie eine ressourcenschonende Mobilität spielen in den Metropolen der Zukunft eine große Rolle. Und wie wichtig das ist, belegen folgende Zahlen: Bereits im Jahr 2010 lebten nur noch 49 Prozent der weltweiten Bevölkerung auf dem Land, den größeren Teil zog es dagegen in die Stadt. Für Deutschland stellt das Statistik-Portal „Statista“ sogar die Prognose auf, dass in wenigen Jahrzehnten 84 Prozent aller Einwohner Städter sind.

Immer mehr Menschen auf immer weniger Raum – große Ballungszentren brauchen dringend neue Mobilitätsansätze. Karsten Hunger hat auch eine Idee, wie sich die Fortbewegung im intelligenten Frankfurt der Zukunft gestalten könnte: „Ich stelle mir vor, dass es in 30 Jahren völlig individuelle Konzepte gibt. Aus allen Möglichkeiten wird dann automatisch das für mich beste und umweltfreundlichste ausgesucht.“ Es könne auch ein Mix aus öffentlichen Verkehrsmitteln, Car-Sharing und Fahrradfahren sein. Natürlich bleibt aber jedem selbst überlassen, andere Optionen zu wählen.

Für die Zukunft darf sich laut Karsten Hunger das Rhein-Main-Gebiet auf jeden Fall begründete Hoffnungen machen, viele smarte Ideen umzusetzen. „Ich sehe die Metropolregion in einer Luxuslage, es gibt viele Innovationen und eine starke Wirtschaftskraft.“ Generell wird sich aber über kurz oder lang jede Stadt der Welt den Fragen und Herausforderungen des Klimawandels stellen müssen. Mit ganz individuellen Herausforderungen und Anpassungen.

Von Johannes Giesler

Johannes PortraitJohannes hatte keine Ahnung, was es mit Smart Cities auf sich haben könnte. Um so überraschter war er von den Anwendungsmöglichkeiten, die man auch gut in einem Science-Fiction-Streifen erwarten könnte.

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Grün, ja, grün sind alle meine Avatare

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Sollten wir für eine bessere CO2-Bilanz einfach mal einen internetfreien Tag machen? An den großen Serverfarmen auf der Welt wird das wohl wenig ändern. © Marcello Graciolli

Das Internet wälzt fast alle Bereiche unseres Lebens um, es ist die Technik der Moderne. Doch die Server und Computer brauchen viel Strom, Tendenz steigend. Was kann die IT-Branche gegen ihren Stromhunger tun, um so CO2 zu sparen? Und was jeder Einzelne?

Schlafen – das ist eines der wenigen Dinge, die wir noch nicht im Internet zu tun vermögen. Dagegen können wir uns unlängst online einen Second-Life-Avatar anschaffen – und diesen dann schlafen lassen. Ansonsten bestellen wir dort unser Essen, planen Partys und spielen, reden mit Freunden oder gehen in den Online-Kaufhäusern shoppen. Doch hinter diesen virtuellen Möglichkeiten stecken Computer, Server und Datenautobahnen, die sich nach viel Strom sehnen. Nach Zahlen des Bundesumweltministeriums lag der Verbrauch der IT-Branche 2007 bei zehn Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland. Tendenz stark steigend. Experten schätzen, dass dieser Wert bis 2020 auf 20 Prozent steigt. So ein Avatar aus dem Second-Life verbraucht in einem Jahr soviel CO2, wie ein Mensch in drei Monaten ausatmet. Das ist nicht alles: „Es gibt sehr zu denken“, merkte Joachim Lohse vom Verein Öko-Institut an, „wenn die virtuellen Aktivitäten eines Europäers im Freizeitbereich mehr Energie und Ressourcen in Anspruch nehmen als die Befriedigung der elementaren Grundbedürfnisse eines Afrikaners“.

Quelle flickr Tess Watson Second Life

Auch virtuelle Wesen holen tief Luft: Vier Avatare stoßen im Schnitt soviel Kohlendioxid aus, wie ein ganz realer Mensch ausatmet. Dahinter steckt, dass die Server, auf denen virtuelle Welten gespeichert sind, Strom verbrauchen. © Tess Watson

Das Internet ist uns näher als wir denken. Im Rhein-Main-Gebiet gibt es gleich eine ganze Reihe von Rechenzentren, womit die Stadt Frankfurt inzwischen zum größten Internetknoten der Welt emporgestiegen ist. In Frankfurt-Fechenheim stehen die Hochleistungsrechner der Firma „De-Cix“. Hier rauschen die Daten von 350 Internetanbietern aus 40 Ländern hindurch – es ist der größte Datenumschlagplatz der Welt. Nun ist es auch im Sinne der Rechenzentren und Serverfarmen, die Stromrechnung so gering wie möglich zu halten. Der Rechenzentrumsbetreiber „Equinix“ aus Hanau produziert dafür Solarstrom und hat eine Brennstoffzelle angeschafft, die im Sommer Kühlkosten senken und im Winter die Heizung ganz ersetzen soll. Dagegen spart „e-shelter“ aus dem Frankfurter Stadtteil Eschborn Strom durch eine verbesserte Kühlmethode. Frischluft wird dafür mit Feuchtigkeit angereichert. Verdunstet das zusätzliche Wasser, sorgt das für Kühlung. Hier wird die Verdunstungskälte des Wassers ausgenutzt, über einen Wärmetauscher kühlt das die aufgeheizte Luft der Rechner. Diese Verdunstungskälte macht sich auch der menschliche Körper beim Schwitzen zu Nutze. Wenn Schweiß verdampft, wird so dem Körper Wärme entzogen.

Kritische Stimmen sagen jedoch, dass das starke Wachstum der Branche die Sparmaßnahmen wohl bei Weitem übertreffen wird. Gerade Smartphones bieten einen wachsenden Markt für Rechenzentren und sind so gleichbedeutend mit einem größeren Strombedarf.

Wir wissen, das Internet ist nicht nur in Deutschland zu Hause. Deshalb lohnt auch ein Blick darauf, was jeder für ein klimafreundlicheres Internet tun kann. Allein eine Google-Suche, die Server-Farmen in den USA und Europa angezapft, setzt 0,2g CO2 frei. Mit den anderen Angeboten von Google summierte sich das im Jahr 2010 auf knapp 1,5 Millionen Tonnen CO2 auf. Dabei gilt Google als effizientes Unternehmen, weil 93 Prozent des Stromes auch für die Suchanfragen umgesetzt würden.

Inzwischen versuchen grüne Suchmaschinen wie benefind.de, goodsearch.com oder ecosia.com Abhilfe zu schaffen. Beispielsweise liefert der Anbieter ecosia.com Suchergebnisse von Yahoo und spendet dann den Großteil seiner Werbeeinnahmen an Naturschutzprojekte. Das soll das CO2, das durch die Suche entstanden ist, wieder wettmachen. Hier handelt es sich allerdings um ein Tauschgeschäft. Noch besser wäre es, wenn Suchmaschinen nicht erst unnötig befragt würden.

Und das ist nicht der einzige Weg: Grüne Hoster versprechen klimaneutrale E-Mail-Konten, Internetadressen oder auch ganze Online-Shops zu betreiben. Die Server werden mit Ökostrom versorgt. Mittlerweile gibt es über 100 Anbieter mit klimaneutralem Hosting im Angebot – eine ausführliche Liste hat die Hochschule Trier in einem Forschungsprojekt erstellt.

Doch der Verbraucher kann nur in kleinen Schritten etwas verändern. So schnell werden die Avatare im Second-Life nicht klimaneutral, dafür müsste noch ein ganzes Stück mehr Ökostrom in die IT-Branche fließen – ganz abgesehen von der schnell gedeihenden Branche. Auf große Teile der Netzstruktur hat der Nutzer also keinen Einfluss.

Von Kerstin Pasemann

Kerstin PortraitNicht schlecht gestaunt hat Kerstin über die CO2-Bilanz eines Avatars. Aber einen Vorteil im Leben eines virtuellen Bürgers sieht sie dann doch: Egal ob der Avatar mit dem Privatflieger über den Globus jettet oder einfach nur Buch liest, seine CO2-Bilanz bleibt gleich.
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„Nicht alle Emissionen entstehen im privaten Haushalt“

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© Kevin Keiner

Dr. Immanuel Stieß leitet beim ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung in Frankfurt am Main den Schwerpunkt „Energie & Klimaschutz im Alltag“. Er gibt im Interview Einblicke in seine Forschung und erklärt, wie klimafreundlich das Alltagsverhalten der Menschen in Frankfurt ist.

Das ISOE gehört zu den Instituten der Nachhaltigkeitsforschung für Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Sie sind Leiter des Schwerpunkts „Energie und Klimaschutz im Alltag“, womit befasst sich Ihre Forschung genau?

Im Forschungsschwerpunkt Energie & Klimaschutz im Alltag beschäftigen wir uns beispielsweise mit der Frage „Wie kann Energie sparsamer und nachhaltiger genutzt werden?“ In unserer Forschung gehen wir von konkreten gesellschaftlichen Problemen aus, also z.B. Klimawandel, Klimaanpassung oder Klimaschutz aus.

Unser Ausganspunkt sind immer gesellschaftliche Problemlagen. Wir erarbeiten Ergebnisse, die auf solche Probleme anwendbar sind. Das nennen wir transdisziplinär. Damit gemeint ist ein Prozess, der sehr eng mit externen Partnern verknüpft ist. Für Klimaschutz beispielsweise das Energiereferat Frankfurt am Main, das für die kommunale Klimaschutzpolitik zuständig ist. Wir arbeiten ebenfalls eng mit Organisationen, Unternehmen und Initiativen zusammen, die solche Lösungen umsetzen können. Das hilft uns dabei, unsere Forschungsfragen so aufzustellen und zuzuspitzen, dass wir hoffentlich nützliche Ergebnisse erzielen. Also sozial-ökologisch und transdisziplinär – das sind die beiden Schwerpunkte.

Wie sehen solche Forschungsfragen aus?

Wir gehen von der sozialwissenschaftlichen Seite ran und fragen uns „Wie klimafreundlich leben wir?“ „Welche Möglichkeiten haben wir Konsumenten, unseren Lebensstil zu verändern?“ und „Wie handeln Menschen klimafreundlich, oder auch nicht?“

Dann überlegen wir uns, was eine Stadt wie zum Beispiel Frankfurt am Main dafür tun kann, die ja selber Klimaschutzkonzepte hat und aktiv auch Klimapolitik betreibt. Wir geben Ratschläge, welche Themen eine Rolle spielen, wie eine Beratung aussehen kann und wie man klimafreundlich leben kann. In unserem gerade abgeschlossenen Forschungsprojekt „Klima-Alltag“ haben wir ganz konkret analysiert, was Städte wie Frankfurt am Main oder München beispielsweise tun können, um Bürger und Bürgerinnen beim Thema Klimaschutz zu unterstützen – etwa über Energiesparberatungen oder Stromsparprämien.

Stieß

Als langjähriger wissenschaftlicher Mitarbeiter des ISOE forscht Dr. Immanuel Stieß zu Potenzialen und Hemmnissen für nachhaltige und CO2-arme Lebensstile und Alltagspraktiken. © Kevin Keiner

Sie forschen auch im Bereich CO2-arme Lebensstile und Alltagspraktiken. Wie stark kann der Alltag der Menschen Einfluss auf den Klimawandel nehmen?

Wie wir uns im Alltag verhalten, hat großen Einfluss auf das Klima. Wenn man alles zusammennimmt, dann wird etwa die Hälfte der Treibhausgasemissionen in Deutschland direkt oder indirekt vom Verhalten und von den Konsumentscheidungen privater Haushalte beeinflusst. Das gilt nicht nur für das Rhein-Main-Gebiet, sondern für ganz Deutschland.

In dem Projekt “Klima-Alltag” zeigte sich für die Stadt Frankfurt, dass sich heute schon 20 Prozent der Einwohner in den Bereichen Energienutzung, Mobilität und Ernährung sehr klimafreundlich verhalten.

Wie kann sich der Mensch im Alltag klimafreundlich verhalten?

Ansatzpunkte für klimafreundliches Verhaltens gibt es viele. Zum Beispiel bei der Ernährung: 15 Prozent der Treibhausgasemissionen stehen in Zusammenhang mit Ernährung, d.h. wenn man viel Fleisch isst und seinen Verbrauch um die Hälfte reduziert, dann spiegelt sich das auch positiv in der individuellen CO2-Bilanz wider. Eine Studie des Öko-Instituts zeigt, dass man allein im Bereich Ernährung durch geringeren Fleischverzehr und den Kauf von Bio-Lebensmitteln eine halbe Tonne CO2 pro Jahr einsparen kann. Schaut man auf den Lebensbereich Wohnen, dann ließe sich allein mit dem Wechsel zu Ökostrom der Verbrauch von CO2 um eine halbe Tonne oder mehr pro Person und Jahr reduzieren.

Wie sieht es beim Thema Mobilität aus?

Hier gilt zum Beispiel für den Weg zum Arbeitsplatz, dass die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs, oder des Fahrrads natürlich klimafreundlicher ist als ist die Fahrt mit dem Auto. Bemerkenswert ist auch, dass Haushalte, die sich ansonsten sehr klimafreundlich verhalten, (in Sachen Einkauf und Wohnen sowie Fortbewegung im Alltag) durch Flugreisen ihre CO2 Bilanz deutlich verschlechtern. Und noch etwas zeigte sich: Jugendliche fliegen heute viel häufiger als noch vor zehn Jahren, nicht zuletzt auch deswegen, weil Flugtickets viel billiger geworden sind.

Sie arbeiten viel mit Umfragen und Statistiken und analysieren diese. Zu welchen Ergebnissen sind Sie bisher gekommen?

Bei der Studie die wir für die Stadt Frankfurt gemacht haben, haben wir uns insbesondere einen Ausschnitt angeschaut, nämlich das Alltagsverhalten der Bevölkerung. Nicht alle Emissionen entstehen im privaten Haushalt. Bei Energienutzung kann ich wählen, nehme ich Ökostrom oder nicht. Ich kann natürlich auch weniger Strom verbrauchen. Heizenergie spielt eine große Rolle. Also all das sind Bereiche in denen das eigene Verhalten Auswirkungen auf den CO2 Ausstoß hat. Ernährung ist ein weiteres Feld. Wenn man das alles zusammennimmt, hat man da 40 bis 50 Prozent der Treibhausgasemissionen, die vom Verhalten abhängig sind.

Von Talha Mohammad

Talha PortraitEin Auto weniger im Rhein Main Gebiet. Talha ist seit mehr als fünf Jahren Bahnfahrer und kommt ganz gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln überall hin.
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Upcycling – Ein kleiner Schritt, um nachhaltig das Klima zu schonen

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Upcycling: Blumentöpfe aus Plastikflaschen. © Kevin Keiner

Heidi Peters, passioniertes Transition Town Mitglied, hat zu einen ihrer Upcycling Workshops eingeladen. Dort zeigt sie uns, wie mit wenigen Handgriffen mutmaßlicher Müll in brauchbare Dinge verwandelt wird. Aus der Plastikflasche wird ein Blumentopf und aus Tertrapacks ein Geldbeutel.

Das Prinzip ist simpel: Vermeintliche Abfallprodukte, wertlose Stoffe in nützliche Dinge verwandeln und diesen einen neuen Wert verleihen. Upcycling ist eine Form wirtschaftlichen Kreislaufs, bei der durch Wiederverwertung bestehenden Materials die Herstellung neuer Produkte verhindert wird. Rohstoffe und Energie werden so nachhaltig eingespart, ebenso wie lange Produktions- und Transportwege.

„Öl, Gas, Kohle und auch andere Rohstoffe werden uns bald nicht mehr so billig wie jetzt zur Verfügung stehen. Deshalb sollten wir umdenken und weniger verbrauchen. Dies käme wahrscheinlich auch dem Klima zugute, aber darüber streiten sich die Experten“, bewertet Heidi Peters die aktuelle Situation.

Mit kreativen Ideen ließe sich gegen die angehende „Wegwerfgesellschaft“ ankämpfen und auf ein Ressourcen sparendes Leben einstellen. Aus diesem Gedanken heraus entstanden gemeinschaftliche Projekte wie Repair-Cafés, Flohmärkte, Second-Hand-Läden, Tauschbörsen, Werkzeug-Gemeinschaften, Give-Boxen und Internetplattformen wie „Free Your Stuff“.

All dies sind Ansätze, regional umweltfreundliche Maßnahmen einzuleiten. „An erster Stelle sollte natürlich die Vermeidung der Herstellung unnützer Dinge stehen“, so Peters. „Wir können versuchen, möglichst viele Produkte lose zu kaufen oder in wiederverwendbaren Gefäßen wie Glasflaschen oder Mehrwegboxen abzufüllen. So vermeiden wir Müll und sparen Energie und Rohstoffe.“

Upcycling ist eine Alternative, die kurzlebig hergestellten Gegenständen wie Verpackungen, Billigspielzeug sowie veralteten oder unbrauchbaren Waren noch einmal einen sinnvollen Nutzen zu geben.

Meist geschieht die Wiederverwertung von Rohstoffen durch Recycling-Anlagen oder als Energielieferant für Müllheizkraftwerke. Hier wird das Rohmaterial ausgefiltert und für die Industrie wieder zur Verfügung gestellt. Große Mengen an Energie und Arbeit sind erneut von Nöten. Aus fein hergestellten Plastikflaschen werden Plastikklumpen, um daraus wieder neue Produkte zu produzieren. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts werden pro Jahr weltweit 280 Millionen Tonnen Plastik produziert, Europa hat daran einen Anteil von 50 Millionen Tonnen.

Peters erläutert uns das Verfahren so: „Wenn ich eine Plastikflasche weiter benutzen kann oder aus ihren Einzelteilen etwas Neues zusammensetze, verwerte ich auch die bereits eingesetzte Energie weiter. Perfekt wäre es, wenn schon bei der Herstellung eines technischen Gerätes zum Beispiel, eine Wiederverwertung der Einzelteile eingeplant würde. Eine Form von Kreislaufwirtschaft.”  Peters spornt uns an, “So lange dies größtenteils nicht vorgesehen ist, müssen wir selbst Phantasie und Kreativität entwickeln “

Zitat

Upcycling ist ein Workshop, der die Gemeinschaft fördert und Spaß macht. Hier kann man sich über Nachhaltigkeit und Umweltthemen austauschen, die Leute können sich mit ihrem Wohnort besser identifizieren, mit Anwohnern vernetzen und voneinander lernen.Durch den Upcycling-Kurs lernen wir in der Gemeinschaft zu arbeiten und dabei nützliche Alltagsgegenstände zu basteln. Aus dem Stoff alter T-Shirts lassen sich Unterhosen schneidern. Der Flaschenhals einer Plastikflasche kann als Trichter verwendet werden und aus Tetrapacks entstehen Aufbewahrungsbehälter und Geldbeutel.

Es ist der Anfang eines Denkanstoßes, bewusster zu leben und zu konsumieren. Upcycling holt aus dem, was man hat, etwas Brauchbares heraus: „Upcycling sollte außer Zeit nichts kosten“, so Peters.

Von Kevin Keiner

Kevin Portrait
Kevin
bastelte fleißig mit den anderen Upcycling-Kursteilnehmern mit und hat seitdem drei hängende Blumentöpfe aus Plastikflaschen zu Hause an der Wand. Die erste Tulpenzwiebel fängt schon an zu wurzeln.
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Für Klares Licht – die LED Kampagne als Social Business

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In vielen Bereichen hat sich die Energiesparlampe durchgesetzt, es gibt verschiedene Einsatzmöglichkeiten © Alisa Fraefel und Kevin Keiner

Nicolas von Wilcke hat sich zum Ziel gesetzt die Welt zu einem besseren Ort zu machen und das mit LED-Licht. Als Projektleiter und Berater hält er bundesweit Vorträge und Workshops für die Industrie, Handel und für die Branche. In Dubai, Bangladesch und Indien setzte er als Entwicklungsleiter bereits die LED-Lampen in Fabriken ein und wirbt nun für eine Umrüstung in Deutschland.

Mit dem Buch „Die Armut besiegen“ vom Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus hat die Idee begonnen. Muhammad Yunus ist Gründer und Geschäftsführer der Mikrokredite und führte 60-100 Millionen Menschen aus der extremen Armut. Nicolas hat Industriedesign in Darmstadt studiert und war schon immer technikaffin. Das Buch hat Nicolas von Wilcke so gerührt, dass er mit einer anderen Methode das Konzept des Social- Business gestartet hat, um etwas für die Menschheit und den Klimawandel zu tun. Er entschied sich für die LED Technik zu spezialisieren, um so durchschnittlich 65 Prozent, und maximal bis zu 95 Prozent an Energie und CO2 einzusparen. Sein Konzept präsentierte er dem Autor Muhammad Yunus und so entstand 2010 das Social Business Unternehmen „Klares Licht – LED-Kampagne.“

„Ein Social Business ist ein Unternehmen das ein soziales oder ökologisches Problem erkennt und mit einem Geschäftsmodel umsetzt. Es geht nicht primär um eine Gewinnabsicht, sondern um die Lösung des Problems – und wenn Profite entstehen, werden sie in das Unternehmen reinvestiert.“

In seinem Büro in Fränkisch-Crumbach im Odenwaldkreis arbeitet er an verschiedenen Projekten mit Architekten, Lichtplanern und Designern. Nicolas agiert mit seiner Kampagne ausschließlich als Berater und informiert über die Vorteile von LED-Licht und Umstellung. Best Practice-Lösungen, so nennt er seine Arbeitsweise. Ziel ist es, Möglichkeiten und Potentiale zu erkennen und daraus resultierend, die korrekte Aufgabenstellung zu definieren. Gemeinsam im Team entwickelt er für seine Geschäftspartner die bestmögliche Variante hinsichtlich ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte, um auf die LED Technik umzustellen.

„Wenn wir heute CO2 einsparen und  den Klimawandel und die Erderwärmung reduzieren wollen, dann müssen wir jetzt etwas dafür tun. Einer der ganz wenigen Technologien die das ermöglicht und so große Einsparpotenziale hat, ist die LED Technik.“

Am Anfang schrieb er gemeinsam mit PR-Agenturen Artikel über das LED Licht und positionierte sie in Fachmagazinen. Schnell stellte er fest, dass es ein sehr langer Prozess sein wird, bis die Mehrheit der Menschen auf LED umrüsten und begann ab 2013 den Fokus auf die Beratung für die Industrie zu legen.

Mittlerweile bietet er als Erweiterung der Kampagne Online-Schulungen an, damit die Werksleiter eines Unternehmens auf der ganzen Welt zeitgleich informiert sind und die Technik einführen können. Die maximale CO2 Reduktion eines Unternehmens mittels LED-Technik kann so herbeigeführt werden.

Von Talha Mohammad

Talha PortraitEine Kampagne mit einem Geschäftsmodel zu kombinieren, findet Talha besonders klasse. Dieses Beispiel hat ihn nochmal dazu gebracht, über neue kreative und klimafreundliche Projekte nachzudenken.
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Leidtragender und Hoffnungsträger

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Gefällte oder umgewehte Bäume, die nicht abtransportiert werden, stellen ideale Brutplätze für Schadinsekten dar. © Kevin Keiner

Trockenheit, Schädlinge und Extremwetter – Die Wälder des Rhein-Main-Gebietes sind Belastungen und Risiken ausgesetzt, die mit dem Klimawandel einhergehen. Der Wald ist einerseits ein Leidtragender des Klimawandels, andererseits ein Hoffnungsträger im Kampf gegen Treibhausgas-Emissionen.

Wälder sind wichtig für die Filterung von Schadstoffen, doch die Folgen des Klimawandels gefährden die Bäume. „Je stärker der Klimawandel ausfällt, desto größer werden seine Auswirkungen auf den Wald“, sagt Diplom-Meteorologin Heike Hübener vom Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie. Deswegen muss sich die Forstwirtschaft im Rhein-Main-Gebiet auf den Klimawandel vorbereiten. „Ein Förster war es, der den Begriff der Nachhaltigkeit erfunden hat, denn gerade im Wald muss man sehr langfristig planen und handeln“, so Hübener. Denn ein Baum, der heute gepflanzt wird, wird erst in 40 bis 100 Jahren gefällt.

Die Zunahme von Witterungsextremen ist eine besondere Bedrohung für den Wald. Ein Sommerproblem sind Trockenperioden, die aktuell immer häufiger auftreten. Auf sehr trockene Jahre folgen solche, in denen die Bäume von Trockenstress geplagt werden. Das Jahr 2003 ist beispielsweise bekannt für seinen Hitzesommer. An vielen Standorten konnte der Wald in diesem Jahr aber noch auf Bodenwasser aus dem Vorjahr zurückgreifen. Die Trockenheitsschäden traten erst im Jahr 2004 auf. Das Wachstum der Bäume war deutlich verringert, was zum Beispiel an dünnen Jahresringen zu erkennen war. Wenn mehrere sehr warme Jahre aufeinander folgen, dann bilden die Bäume hauptsächlich Früchte und weniger Stammholz aus. Das hat negative Auswirkungen auf die Holznutzung. „Diese Effekte geben einen Vorgeschmack auf die Folgen, die der Klimawandel in Zukunft noch häufiger auf den hessischen Wald haben wird“, betont Hübener.

Aber nicht nur die Trockenperioden, sondern auch die wärmeren Winter werfen Probleme auf: Wenn der Waldboden nicht gefroren ist, können Förster nicht mit schweren Maschinen in den Wald fahren, da der Untergrund dadurch sehr stark geschädigt wird. Das wäre aber nötig, um Bäume herauszuholen, die entweder zur Ernte geschlagen oder von Herbststürmen umgeweht wurden. Wenn die Bäume liegen bleiben, dann finden Schädlinge in ihnen ideale Brutplätze. Ein weiterer Grund dafür, dass Schädlinge zu einer immer größeren Bedrohung für Wälder werden: Die Zeiten, in denen es warm genug für ihre Vermehrung ist, verlängern sich.

„Bisherige Auswertungen lassen außerdem vermuten, dass Winterstürme in Zukunft heftiger werden könnten“, so Hübener. Dadurch würde sich die Gefahr von Windbruch deutlich erhöhen. Starkniederschläge und Sturmereignisse werden sich auf die Wälder und die Baumarten-Zusammensetzung auswirken. Die Fichte wird im Rhein-Main-Gebiet voraussichtlich am meisten leiden. Sie wird sehr stark vom Windbruch betroffen sein, denn sie hat ein sehr flaches Wurzelwerk. Auch erhöhte Temperaturen und die abnehmende Feuchte stellen für die Fichte keine guten Wuchsbedingungen dar. Fichten sind aber in der Forstwirtschaft wichtig. Sie wachsen schnell und gerade und liefern gutes Bauholz, zum Beispiel für Dachstühle. Es werden deswegen zunehmend Alternativen zur Fichte gesucht.

Jetzt gilt es, die Folgen des Klimawandels so gut es geht abzuschwächen und sich anzupassen. Die Vitalitätssteigerung von Einzelbäumen und forstwirtschaftliche Maßnahmen, die den Trockenstress mindern, werden immer wichtiger. Bäume können weiter voneinander entfernt gepflanzt werden. So hat jeder Einzelbaum mehr Wasser zur Verfügung. Die Zukunft bietet gute Voraussetzungen für Bäume, die wärmeliebend sind  und mit weniger Niederschlägen auskommen, zum Beispiel die Kiefer oder die Eiche. „Insgesamt setzt die Forstwirtschaft heutzutage auf Mischbestände und weniger auf sortenreine Bepflanzung“, erklärt Hübener. „Die Mischwälder sind weniger anfällig gegenüber schädigenden Einflüssen, wie Stürmen, Wassermangel oder Hitzestress.“

Von Anna Christern

Anna Portrait
Anna
hatte bisher nur beim Spazierengehen etwas mit Wäldern zu tun. Jetzt hat sie die Forstwirtschaft einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel kennengelernt.
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